Osteoporose

Mit Osteoporose bezeichnet man den vermehrten Verlust an Knochenmasse durch Abnahme von festem Knochengewebe. Die Knochen werden hierbei porös, schmerzen und brechen leicht.
Gewöhnlich verläuft dieser Prozeß langsam über viele Jahre - meist unbemerkt. Schreitet der Knochenabbau fort, kommt es zu minimalen Einbrüchen der Wirbelsäule. Die Folgen: die Wirbelsäule verformt sich, der sogenannte "Rundrücken" bildet sich, die Körpergröße nimmt ab. Große Röhrenknochen neigen bei Osteoporose schon bei geringer Belastung vermehrt zu Brüchen, besonders typisch ist der Oberschenkelhalsbruch.
Der Knochenabbau ist bei Frauen besonders in der Zeit der Wechseljahre und danach gravierend. Jedoch hat jeder Mensch von Geburt an unterschiedlich starke Knochen.

Wann und bei wem besteht ein erhöhtes Risiko?
  • Frauen mit ausgeprägtem Östrogenmangel, z.B.in zunehmendem Alter nach den Wechseljahren
  • bei frühzeitigem Verlust der Eierstockfunktion (vorzeitige Wechseljahre, nach Operationen oder Bestrahlung)
  • Frauen mit ausgeprägten Zyklusstörungen
  • bei später erster Regel
  • bei Störungen des Hormonhaushaltes
  • Männer mit Testosteronmangel, z.B.im hohen Alter, nach Hoden-Operation, Bestrahlung, Chemotherapie
  • Personen mit familiär bekannter Osteoporose / Vererbung
  • bei Bewegungsmangel
  • bei vermehrtem Alkohol- und Nikotinkonsum
  • bei kalziumarmer oder schlechter Ernährung
  • Personen mit schlanker Statur
  • bei langer Bettlägerigkeit
  • Nebenwirkung von lange eingenommenen Medikamenten (z.B. Cortison)
  • bei Chronische Erkrankung
  • bei Störung der Verdauung
Wie kann man Osteoporose frühzeitig erkennen?

Eine Osteoporose kann heute mit einer einfachen Kombination aus verschiedenen Untersuchungen bereits im Frühstadium erkannt werden.
Die Messung der Knochendichte erfolgt durch eine strahlenfreie, sichere und standardisierte Ultraschalluntersuchung. Es kann aufgrund der Anamnese und der Ergebnisse eine individuelle Beratung und Therapie für Ihre Knochengesundheit erfolgen.

Sie sollten über eine Kontrolle Ihrer Knochendichte nachdenken, wenn:
  • in Ihrer Familie Osteporose aufgetreten ist
  • Sie an Östrogenmangel leiden
  • Sie in den Wechseljahren sind
  • Sie eine Chemotherapie oder Bestrahlung hinter sich haben
  • Sie unter Knochenbrüchen leiden
  • Sie sich wenig bewegen
  • Sie sich nicht ausgewogen ernähren (Diät, Kalziummangel, Kantine, Fastfood)
  • Sie vermehrt Alkohol bzw. Nikotin konsumieren
  • Sie dauernd Cortison einnehmen
Osteoporose ist kein unausweichliches Schicksal!

Was können Sie zur Vorbeugung tun?

Der Verlust an Knochenmasse ist nicht wieder zu ersetzen. Deshalb ist Vorbeugung so wichtig. z.B. durch

  • kalziumreiche Ernährung (Milch, Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse)
  • Bewegung (Wandern, Gymnastik, Fahrradfahren, Schwimmen)
  • rechtzeitige Kenntnis über den Zustand Ihres Knochengewebes
  • ein Gespräch mit Ihrem Arzt